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AGB für den Verkauf nach Polen — was deutsche Online-Shops brauchen (2026)
Wenn Sie an polnische Verbraucher verkaufen, gilt das polnische Verbraucherrecht — nicht das deutsche. Ihre deutschen AGB reichen dafür nicht: Sie brauchen ein Dokument, das auf das polnische Verbraucherrechtsgesetz, RODO (die polnische DSGVO-Umsetzung) und die Omnibus-Regeln abgestimmt ist, idealerweise auf Polnisch. Unten erklären wir, welches Recht gilt, was Ihre Verkaufsbedingungen für den polnischen Markt enthalten müssen und welche Fehler deutsche Händler typischerweise machen.
Welches Recht gilt beim Verkauf nach Polen?
Beim grenzüberschreitenden Verkauf an Verbraucher folgt der zwingende Verbraucherschutz dem Wohnsitz des Verbrauchers. Verkaufen Sie an Kundinnen und Kunden in Polen, gilt also polnisches Verbraucherrecht — unabhängig davon, dass Ihr Shop in Deutschland sitzt. Ihre deutschen AGB nach BGB sind dafür nicht ausgelegt.
Welche polnischen Vorschriften maßgeblich sind
- Polnisches Verbraucherrechtsgesetz — Informationspflichten, 14-tägiges Widerrufsrecht, Musterbelehrung und -formular.
- Polnisches Zivilgesetzbuch (Kodeks cywilny) — Vertragsmuster, Gewährleistung für Mängel.
- RODO — die polnische Anwendung der DSGVO; im Dokument Verweis auf die Datenschutzerklärung.
- Omnibus-Richtlinie (seit 2023) — niedrigster Preis der letzten 30 Tage bei Rabatten, Prüfung der Echtheit von Bewertungen.
- GPSR (seit 13.12.2024) — Produktsicherheits- und Informationspflichten, relevant für Teile des Sortiments.
Warum deutsche AGB nicht ausreichen
Deutsche AGB regeln Widerruf, Gewährleistung und Datenschutz nach deutschem Recht. Für polnische Verbraucher fehlen damit die korrekten Pflichtangaben, und Klauseln, die dem polnischen Verbraucherrecht widersprechen, sind unwirksam. Polnische Verbraucher müssen ihre Rechte zudem in einer für sie verständlichen Sprache erkennen können — praktisch bedeutet das ein polnisches Dokument.
Aufsicht und Risiko: UOKiK
In Polen überwacht UOKiK den Verbraucherschutz, führt Branchenkontrollen im E-Commerce durch und kann bei Verstößen gegen kollektive Verbraucherinteressen empfindliche Bußgelder verhängen. Unwirksame oder fehlende Pflichtangaben sind ein typischer Anlass.
So erstellen Sie rechtssichere Bedingungen für Polen
Statt Ihre deutschen AGB zu übersetzen, generieren Sie ein auf den polnischen Markt zugeschnittenes Dokument — mit den korrekten Klauseln (polnisches Verbraucherrecht, RODO, Omnibus, GPSR), auf Polnisch und in wenigen Minuten einsatzbereit.
Häufige Fragen
Welches Recht gilt beim Verkauf an polnische Verbraucher?
Für die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften gilt das Recht des Landes, in dem der Verbraucher lebt — beim Verkauf an polnische Konsumenten also polnisches Recht (Verbraucherrechtsgesetz, RODO, Omnibus).
Reichen meine deutschen AGB für Polen aus?
Nein. Deutsche AGB sind auf BGB und DSGVO abgestimmt; sie decken die polnischen Vorgaben (RODO, Omnibus, Pflichtangaben) nicht ab und sind für polnische Verbraucher oft unwirksam.
Müssen die AGB auf Polnisch sein?
Damit polnische Verbraucher ihre Rechte verstehen und die Informationspflichten erfüllt sind, sollten die für den polnischen Markt bestimmten Bedingungen auf Polnisch vorliegen.
Was ist UOKiK?
Die polnische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde. Sie führt Branchenkontrollen im E-Commerce durch und kann bei Verstößen gegen Verbraucherinteressen Bußgelder verhängen.